Kommentar zur Maßnahmen der Polizei beim Heimspiel gegen Köln

6. April 2015

Sportlich stellte der vergangene Samstag einen erfolgreichen Spieltag dar, schließlich konnte unsere Mannschaft drei wichtige Punkte im Abstiegsrennen verbuchen.

Jedoch mussten sowohl wir, als auch Teile der Kölner Fans, wiederholt erfahren, wie die Freiburger Polizei, mit aktiven Fans umzugehen vermag. Auch dieses Mal wurden dabei die Grenzen der Verhältnismäßigkeit, an die sich auch die Polizei stets halten muss, deutlich überschritten.

So fiel beim Betreten der Freiburger Nordtribüne sofort auf, dass insgesamt sechs Polizeibeamte, darunter zwei zivil gekleidete szenekundige Beamte, die Einlasskontrollen beobachteten. Zudem positionierten sich auf der Plattform der Osttribüne zwei Polizisten mit einer Video- und Spiegelreflexkamera, die von zwei weiteren szenekundigen Beamten angeleitet wurden. Die Spiegelreflexkamera war mit einem großen Objektiv bestückt, sodass man davon ausgehen kann, dass von sämtlichen SC-Fans, die die Nordtribüne betraten, Nahaufnahmen gemacht wurden.

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Es gibt keinen Anlass, der es rechtfertigen würde, solche Maßnahmen gegenüber der Fanszene zu ergreifen, bei der offensichtlich die Gesichter hunderter Fans abfotografiert und festgehalten werden. Wir fühlen uns in unserer Freiheit massiv eingeschränkt und unter Generalverdacht gestellt.

Gerade die letzten Monate haben uns gezeigt, dass die Freiburger Polizei die Fanszene kriminalisiert und gegen diese immer wieder unverhältnismäßig vorgeht.

Aber auch für einige Gäste aus Köln wurde die Reise nach Freiburg zu einem Erlebnis, das für sie in keiner guten Erinnerung bleibt. Nach dem Spiel soll ein Fan aus einem Busfenster einen Teil seines Hinterteils gestreckt haben. Dies war für die Polizei Grund genug, den kompletten Bus etwa 1,5 Stunden lang festzuhalten, alle Personalien der männlichen Insassen festzustellen und den Bus zu durchsuchen. Zudem mussten sich sämtliche Businsassen teilweise entkleiden. Der Bösewicht sollte anhand einer Tätowierung auf dem Rücken identifiziert werden.

 

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Die Freiburger Polizei zeigte mit diesen verhältnislosen Maßnahmen einmal mehr, dass sie eine eskalierende Strategie verfolgt.

Die öffentliche Debatte zur Freiburger Polizei, welche seit Dezember des letzten Jahres geführt wird, hat offensichtlich noch nicht zu einem Umdenken bei der Polizeiführung geführt. Weiterhin wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

 

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