Kein Stimmungsboykott gegen Frankfurt!

18. August 2017

Diese Woche hat der SC Freiburg wegen der gezeigten Pyroshow in Ljubljana mehren Fangruppen „den Einsatz von Fanutensilien durch Gruppenmitglieder“ bei Heimspielen der Profimannschaft gegen Frankfurt, Dortmund und Hannover sowie bei den Spielen der Amateure im Möslestadion bis Ende September schriftlich untersagt.

Dies geschieht – so der Verein – fürsorglich für seine Zuschauer und Mitarbeiter da das Risiko von Personenschäden nicht in Kauf genommen werden kann.

Während sich die BILD Zeitung derzeit nicht festlegen mag, ob nun die Bedrohung durch das nordkoreanische Atomarsenal oder doch durch die deutsche Ultra-Szene größer ist, kann sich der Freiburger Stadionbesucher also glücklich schätzen, dass unser Verein hier entschlossen voran geht.

Wir hätten uns diese Zielstrebigkeit eher von der Mannschaft in Vorbereitung auf die Euro-League Qualifikationsspiele gegen Domzale gewünscht oder von der Vereinsführung sich gegen die Mißstände des modernen Fußballs bei DFB und DFL stark zu machen. Nicht nur die weitere Spieltagszerpflückung auf Montagabend oder die Teilnahme der U23-Mannschaft eines autoritären Regimes an unserer Regionalliga haben dazu zuletzt Anlass geboten.

Die nun gegen uns und andere Fangruppen ausgesprochenen Verbote sind jedoch nicht enttäuschend für uns, weil wir trotz oder gerade wegen der erst vor wenigen Tagen geführten Gesprächen mit Vertretern des Vereins nie das Gefühl hatten, dass diesen an unseren Anliegen wirklich etwas gelegen ist.

Daher rufen wir trotz der verhängten Verbote dazu auf, unsere Mannschaft bestmöglich zu unterstützen, lautstark anzufeuern und zu einem gelungenen Stadionerlebnis beizutragen.