SCF – Stuttgart

12. November 2013

Bundesliga /  Dreisamstadion / 1:3

GD Estoril Praia – SCF

12. November 2013

Europapokal / Estádio António Coimbra da Mota / 0:0

Das zweite Los führte uns nach Estoril in Portugal, ein kleiner Touristenort ca. 20 Kilometer südwestlich von Lissabon direkt am Atlantik gelegen. Heimat des größten Casinos in Europa und des Fußballvereins GD (Grupo Desportivo) Estoril Praia, welcher sich zu 75% im Besitz eines brasilianischen Unternehmens befindet. Somit kein Los, das bei uns riesige Begeisterungsstürme auslöste.

Da die meisten von uns ihre lange Busfahrt nach Sevilla schon hinter sich hatten und Liberec auch mit dem Bus angesteuert wird, entschieden wir uns nach Portugal zu fliegen. So wurde nur wenigen Stunden nach der Auslosung direkt sämtliche verfügbaren Plätze in den Billigfliegern Easyjet (von Basel nach Lissabon, bzw. nach Porto) und Ryanair (von Baden-Baden nach Porto) aufgekauft.

Der Großteil machte sich bereits am Mittwoch Vormittag auf den Weg, wobei die Portoflieger noch eine mehrstündige Busfahrt nach Lissabon zu bewältigen hatten.

So trafen alle im Laufe des Tages bzw. der Nacht im Hostel in der Altstadt von Lissabon ein und im berühmten Kneipenviertel Bairro Alto wurde die Nacht zum Tage gemacht.

Nach einer kurzen Nacht traf man sich bereits wieder am frühen Morgen um gemeinsam mit dem Zug nach Estoril zu fahren. Von dort aus ging es zum ausgerufenen Treffpunkt auf dem Platz Paseio Dom Luis I. direkt am Sandstrand in Cascais, dem Vergnügungsviertel von Estoril. Hier und in den anliegenden Kneipen versammelten sich im Laufe des Nachmittags bei angenehmen 18-20 Grad immer mehr Freiburger. Der ein oder andere gönnte sich sogar ein Bad im Atlantik. Gegen 18 Uhr machten sich dann rund 300 Freiburger geschlossen auf den Weg zum Stadion. Auf dem Weg kam es, ähnlich oder gar noch schlimmer als in Sevilla, immer wieder zu Zwischenfällen mit der teilweise sehr agressiven Polizei. Dadurch wurde die Stimmung auf dem Weg durch die schmalen und dunklen Gassen hinauf zum Estádio António Coimbra da Mota leider etwas getrübt. Dort angekommen, versammelten sich dann auf der Gegengeraden gut 800 Freiburger, was ungefähr die Hälfte aller Zuschauer ausmachte. Pünktlich zum Anpfiff begann es zu regnen und das Spiel unserer Mannschaft führte auch nicht zur großen Aufheiterung. So musste man sich am Ende sogar mit einem glücklichen 0:0 zufrieden geben. Immerhin kam die Mannschaft nach Abpfiff seit langem mal wieder an den Block, um sich beim völlig durchnässten Anhang für die Unterstützung zu bedanken. Nach dem Spiel hielt sich die Polizei erfreulicherweise zurück und es gab keine weiteren Zwischenfälle. Für die einen ging es auf direktem Weg zurück nach Lissabon, wo am frühen morgen bereits der Flieger in Richtung Heimat startete. Die Portoflieger hatten noch einen weiteren Tag, da dieser Flug erst für den Freitagabend angesetzt war. So wurden nochmals die Kneipen in Estoril und Lissabon unsicher gemacht und der ein oder andere soll Gerüchten zufolge tief in der Nacht im Casino noch ordentlich abgeräumt haben.

Nürnberg – SCF

4. November 2013

Bundesliga /  Max-Morlock-Stadion / 0:3

Zu dem wichtigen Auswärtsspiel in Nürnberg durften wir Besuch aus Italien begrüßen. Bereits am Freitagabend traf ein Neuner unserer Freunde aus Samb in Freiburg ein und die Gäste wurden im Fanprojekt empfangen, wo es einheimische Speisen und Getränke gab. Da bereits um 7 Uhr Abfahrt in Richtung Frankenland war, bedeutete das für die meisten eine sehr kurze Nacht. Somit war im Bus für einige erst einmal Schlaf nachholen angesagt.

Kurz vor Nürnberg trafen sich dann alle Busse der aktiven Szene und wir machten ein Foto mit dem schönen, neuen Schwenker (Samb und Freiburg für Immer/per Sempre), den uns die Jungs und Mädels aus Samb als Geschenk überreichten. Grazie.

Bereits zwei Stunden vor Anpfiff erreichten wir den Busparkplatz an der Messe und machten uns gemütlich auf den Weg ins Stadion, wo vor dem Block erst einmal die Achim Stocker Fahne aufgehängt wurde, in Erinnerung an unseren vor vier Jahren verstorbenen Präsidenten.

In der ersten Halbzeit bewahrten uns Glück und ein überragender Oli Baumann mehrfach vor einem drohenden Rückstand. In Hälfte zwei erzielten unsere Jungs dann, wie aus dem Nichts, drei Tore und der erste Saisonsieg war damit perfekt. Nun war natürlich nur noch feiern angesagt und für viele kam die nächste kurze Nacht.

Vielen Dank an unsere Freunde aus Samb für euren Besuch und eure großartige Unterstützung. Bis bald!

Grazie per la vostra visita e il vostro grande supporto!

SCF – GD Estoril Praia

25. Oktober 2013

Europapokal / Dreisamstadion / 1:1

Bremen – SCF

21. Oktober 2013

Bundesliga / Weserstadion / 0:0

Nur zwei Wochen nach der Höllentour nach Sevilla und einem spielfreien Wochenende stand die nächste längere Bustour auf dem Programm. 22 Stunden nach Bremen und wieder zurück, worüber die Sevilla-Fahrer allerdings nur lachen konnten. So starteten wir mitten in der Nacht in Richtung Bremen. Trotz großem Zeitpolster kamen wir, durch mehrere Staus bedingt, erst um Viertel vor Drei in Bremen an und machten uns direkt auf den Weg in Richtung Gästeblock. Dieser war, durch etliche „Umland-SC-Symphatisanten“, bis zum Anpfiff doch unerwarteter Weise recht gut gefüllt. Trotzdem blieb der Block wieder einmal weit unter seinen Möglichkeiten und es wurde nur selten mal richtig laut.

Das Spiel hätte auch gut und gerne 3:3 ausgehen können, da aber beide Teams reihenweise gute Chancen liegen ließen, bzw. am Aluminium scheiterten, blieb es am Ende bei einem verdienten 0:0.

Auf dem Busparkplatz wurde dann noch ein Spruchband („Freedom for the 25 Freedom for Ultras Ahlawy“) zur Unterstützung für die Jungs von Ultras Ahlawy präsentiert, welches zuvor leider nicht ins Stadion durfte. 25 Jungs aus Kairo wurden am Flughafen verhaftet, nachdem sie lediglich ihre vom Auswärtsspiel zurückkehrende Mannschaft in Empfang nehmen wollten.

Danach wurde bis zur Abfahrt noch ein bisschen rumgebolzt, wobei die rumstehende Staatsmacht das ein oder andere Mal als Bande herhalten musste.

Sevilla Fútbol Club – SCF

10. Oktober 2013

Europapokal / Estadio Ramón Sánchez Pizjuán / 2:0

Nach über 12 langen Jahren des Hoffens und Wartens stand endlich der erste Auswärtsauftritt unseres SCF im Europapokal vor der Tür. Für Viele der jüngeren Generation unserer Gruppe war dies die erste Möglichkeit überhaupt, unseren geliebten Verein in einem Pflichtspiel außerhalb Deutschlands zu unterstützen. Die Auslosung bescherte uns den FC Sevilla und praktischerweise wurde das Spiel auf den 3. Oktober und somit einen Feiertag terminiert, was uns die Reiseplanung natürlich deutlich erleichterte. Unsere Leute machten sich, bedingt durch verschiedene berufliche oder private Verpflichtungen, auf den unterschiedlichsten Wegen auf die Reise in Richtung andalusische Hauptstadt. Einige wählten die bequemen Reisewege per Flugzeug oder Bahn. Der Großteil der Gruppe ließ es sich jedoch nicht nehmen und reiste per Bus auf einer legendären Tour quer durch Frankreich und Spanien, inklusive Stadttour durch Bordeaux und Badeaufenthalt am Atlantik, in über 60 Stunden Fahrtzeit nach Sevilla und wieder zurück. Eine Busfahrt für die Ewigkeit und die Geschichtsbücher der Freiburger Fanszene. Die Busfahrer trafen am frühen Donnerstagmorgen, pünktlich zum Frühstück, in Sevilla ein und quartierten sich in einem Hostel mitten in der City ein. Bis zur Mittagszeit trafen dort auch die anders Reisenden nach und nach ein und die aktive Szene machte sich lautstark auf den Weg durch die schmalen Gassen in Richtung ausgerufenem Treffpunkt nahe der Kathedrale in der Altstadt Sevillas. Dort versammelten sich bis zum Abmarsch immer mehr SC Fans und sorgten in den Kneipen und Gassen für einen „berauschenden“ Bierumsatz. Nachdem auch die letzten Bierfässer leergetrunken waren und die von uns und Corrillo organisierten rot-weißen Fischerhüte (mit der Aufschrift „Freiburg International“) unters südbadische Volk gebracht wurden, machten sich gut 500 Freiburger zu Fuß auf den Weg in Richtung Estadio Ramón Sánchez Pizjuán. Ein unvergesslicher Marsch mit dem Freiburg International Banner an der Spitze. Trotz einer hohen und sehr agressiven Polizeipräsenz auf dem gesamten Weg kamen alle wohlbehalten im Stadion an. Bis zum Anpfiff fanden sich dann gut 1000 Freiburger im Oberrang des baufälligen Stadions ein und unterstützten unser Team während der gesamten 90 Minuten, trotz sehr unvorteilhafter akustischer Bedingungen, lautstark, wie es sich für einen internationalen Auftritt gehört.

Durch eine stümperhafte Abwehraktion geriet unsere Mannschaft gleichzeitig in Unterzahl und Rückstand und verlor das Spiel am Ende unnötigerweise mit 2:0.

Nach dem Spiel machte die spanische Policia ihrem schlechten Ruf einmal mehr alle Ehre und sorgte mit einem überflüssigen Einsatz noch für einige Verletzte. Von unserer Gruppe war glücklicherweise niemand betroffen. So ging es zurück in die Altstadt, wo einige noch bis in die Morgenstunden versuchten, die wieder frisch aufgefüllten Bierleitungen abermals leer zu saufen. Für die Busfahrer war dann, nach einer für die meisten sehr kurzen Nacht, am Freitagmorgen um 10 Uhr wieder Abfahrt Richtung Südbaden. Und als hätte man es nicht besser planen können, erreichten wir die Freiburger Stadtgrenzen mit vielen unvergesslichen Erinnerungen (und „Tr.An.-Filmen“ ;)) im Gepäck am frühen Samstagnachmittag um 13.50 Uhr, sodass der gesamte Bus wenige Minuten nach Anpfiff mit einem lauten „Hurra, Hurra, die Freiburger sind da!“im Möslestadion einfiel, um unsere Amateure gegen Offenbach zu unterstützen. Ein Rekord für die Ewigkeit, war dies doch mit Sicherheit die längste Anreise zu einem Regionalligaspiel aller Zeiten. Außerdem rissen wir noch die Freiburger Polizei „bedauerlicherweise“ aus ihrem „wohlverdienten“ Samstagmittag Schlaf, da diese nicht mit einem Eintreffen unsererseits vor dem frühen Abend rechneten und so kurzerhand, aufgrund der 200 anwesenden OFCler, noch ein Großaufgebot auf die Beine stellen mussten.

 

Dortmund-SCF

1. Oktober 2013

Bundesliga / Westfalenstadion / 5:0

Am frühen Samstagmorgen machten wir uns per Bus auf den Weg in Richtung Ruhrpott.
Nachdem wir im Westfalenstadion in den letzten beiden Jahren im untersten Bereich des Stehblocks die schlechtesten Auswärtsauftritte der jeweiligen Saison ablieferten, entschieden wir, uns dieses Mal in die Mitte des Blocks zu stellen. Doch auch dieses Mal sollte der Auftritt in Dortmund wieder ein Trauerspiel werden. Inmitten von haufenweise Fußballtouristen, welche im tollen Sonderzug der Fangemeinschaft angereist waren und sich leider kein einziges Mal überzeugen ließen, mitzuklatschen oder gar den Mund zum Singen aufzumachen, blieben unsere Versuche gegen die Gelbe Wand auf der anderen Seite anzusingen, erfolglos. Hier sollte sich mal jeder hinterfragen, warum er zu einem Auswärtsspiel mitfährt und dann 90 Minuten regungslos im Block rumsteht. Scheinbar zieht der Mythos Westfalenstadion leider immer noch jedes Jahr aufs neue wieder irgendwelche Arenatouristen an. Nachdem das Spiel zur Halbzeit bereits entschieden war, stellten auch wir den „Support“ in der zweiten Halbzeit komplett ein. Auch die Mannschaft lies sich an diesem Tag mal wieder vorführen und ging sang- und klanglos und ohne nennenswerte Gegenwehr, am Ende noch gut bedient, mit 5:0 baden.
Dieser Samstagnachmittag war von allen Beteiligten, die den Sport Club Freiburg vertreten, ob Spieler, Fans oder sonst wem, in allen Belangen und jeder in seinem Bereich ein absolutes Armutszeugnis und dem SCF nicht würdig!

Augsburg – SCF

16. September 2013

Bundesliga / XYZ Arena / 2:1

Da uns die Bahn keinen Fansprinter oder Entlastungszug zur Verfügung stellen wollte, machten wir uns am frühen Samstagmorgen per Wochenendticket mit den Regelzügen der DB auf den Weg nach Augsburg. Die Hinfahrt sollte uns über den schönen Schwarzwald führen, bei der Rückfahrt musste man, mangels Alternativen, leider einige unbeliebte Städte im Schwäbischen und Nordbadischen durchqueren.
Ohne nennenswerte Ereignisse und Verspätungen erreichten wir den Augsburger Hauptbahnhof, wo schon die Shuttle-Busse warteten und uns zur hässlichen Arena inmitten von kilometerweiten Maisfeldern brachten. Bleibt nur zu hoffen, dass wir sowas in Freiburg nie erleben müssen (deshalb jetzt für ein Stadion in der Stadt kämpfen und euch in die Unterstützerliste unter www.Stadion-in-Freiburg.de eintragen!).
Die Mannschaft enttäuschte an diesem Nachmittag genauso, wie wir auf den Rängen. Hier muss sich mal jeder an die eigene Nase fassen und hinterfragen, warum er zu einem Auswärtsspiel fährt, wenn er dann im Block den Mund nicht aufbekommt!
Highlight des Tages war das illegale Käferrennen, welches nach dem Spiel vor dem Gästeblock ausgetragen wurde und bei dem sich der ein oder andere Sieger durch das gewonnene Geld zumindest schon mal einen Teil der anstehenden Euro-League-Fahrten finanzieren kann.
Nachdem sich die Bullen auf der Hinfahrt vorbildlich zurückgehalten hatten, versuchte die BFE-Einheit auf der Rückfahrt uns mit allen Mitteln zu provozieren, vermutlich mit der Hoffnung auf Zwischenfälle, um so ihren Einsatz zu rechtfertigen und endlich noch das Massenhaft vorhandene Pfefferspray loszuwerden. Hier verhielten sich jedoch sämtliche SC-Fans vorbildlich und ließen sich bis Freiburg nicht auf die Provokationen der scheinbar gelangweilten Beamten ein. Diejenigen, die für die übertriebene Polizeibegleitung auf der Rückfahrt verantwortlich sind, werden sich hoffentlich bei höheren Stellen erklären müssen, warum man friedliche Fans auf Kosten der Steuerzahler so terrorisieren muss.

SCF – Bayern

28. August 2013

Bundesliga / Dreisamstadion / 1:1

Hoffenheim – SCF

25. August 2013

Bundesliga / Rhein-Schwabenfluss-Arena / 3:3

Heute stand die erste Fansprintertour auf dem Programm. Ziel war das 3D Museum an der A6. Kaum war der Fansprinter in Bewegung und das altbewährte Fahrradabteil eingenommen, wurde auch schon das Planschbecken mit Sangria befüllt und aus dem Ghettoblaster erklang der Vogelbeerbaum. Auch ein Vorstandsmitglied des SCF, welches beim durchqueren unseres Abteils große Bedenken um die Farbe seines Hemdes hatte, kam für kurze Zeit in den Genuss dieses Schauspiels. So erreichte man Concorde und Co „wie im Flug“ und durfte zu unserer Freude ohne jegliche Polizeibegleitung zur hässlichen Rhein-Schwabenfluss-Arena wandern. Dort positionierten wir uns dieses Mal im oberen Teil des Blocks und der fast durchgehend gute Support sollte uns Recht geben. Auch unser Team zeigte großen Kampfgeist und erkämpfte sich, trotz einiger fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen gegen uns, ein hochverdientes 3:3. Dementsprechend gut war die Stimmung auf der Rückfahrt. Höhepunkt war, als einige zu 90ern und Schlagermix feierten, bis im wahrsten Sinne des Wortes der Schweiß von der Decke tropfte.

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