Erneute fragwürdige Maßnahmen der Freiburger Sicherheitsbehörden

1. Mai 2015

Vor dem Heimspiel gegen Paderborn fällt das Freiburger Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Polizei erneut durch rätselhafte, die Fanszene schikanierende Handlungen auf. Unter Androhung polizeirechtlicher Konsequenzen wird den Fans in einem offiziellen Schreiben an das Freiburger Fanprojekt und den Sport-Club Freiburg e.V. der Fußweg vorgeschrieben, den sie vom Fanprojekt zur Nordtribüne zu nehmen haben. Anstatt die Schwarzwaldstraße entlangzugehen und dann über die Fritz-Geiges-Straße in Richtung Dreisamuferweg zu laufen, sollen die Fans bereits durch den Sandfangweg zur Dreisam gehen und dann bis zum Nordeingang den Dreisamuferweg benutzen. Die Begründungen sind dabei fadenscheinig und machen deutlich, dass es hierbei um reine Provokation und Schikane gegenüber der aktiven Freiburger Fanszene geht, die sich gewöhnlich vor den Heimspielen im Fanprojekt trifft.

So wird zum Beispiel angeführt, dass es aufgrund der hohen Personenzahl auf dem Fuß- und Radweg entlang der Schwarzwaldstraße in der Vergangenheit zu Behinderungen kam, wenn diese Route von der Fanszene gewählt wurde. Worin der Sinn besteht, dass die Fans stattdessen nun den deutlich schmaleren Dreisamuferweg und somit zwangsläufig die gerade vor Heimspielen hochfrequentierte Rad-Vorrang-Route FR1 behindern sollen, bleibt das Geheimnis des Ordnungsamtes. Jedem Freiburger dürfte bekannt sein, dass die Fußwege entlang der Dreisam an oder nach regnerischen Tagen unbenutzbar sind, wodurch zwangsläufig auf den parallel laufenden Radweg ausgewichen werden muss. Weiterlesen…

ALLE IN ROT ZUM DERBY!

22. April 2015

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Kommentar zur Maßnahmen der Polizei beim Heimspiel gegen Köln

6. April 2015

Sportlich stellte der vergangene Samstag einen erfolgreichen Spieltag dar, schließlich konnte unsere Mannschaft drei wichtige Punkte im Abstiegsrennen verbuchen.

Jedoch mussten sowohl wir, als auch Teile der Kölner Fans, wiederholt erfahren, wie die Freiburger Polizei, mit aktiven Fans umzugehen vermag. Auch dieses Mal wurden dabei die Grenzen der Verhältnismäßigkeit, an die sich auch die Polizei stets halten muss, deutlich überschritten.

So fiel beim Betreten der Freiburger Nordtribüne sofort auf, dass insgesamt sechs Polizeibeamte, darunter zwei zivil gekleidete szenekundige Beamte, die Einlasskontrollen beobachteten. Zudem positionierten sich auf der Plattform der Osttribüne zwei Polizisten mit einer Video- und Spiegelreflexkamera, die von zwei weiteren szenekundigen Beamten angeleitet wurden. Die Spiegelreflexkamera war mit einem großen Objektiv bestückt, sodass man davon ausgehen kann, dass von sämtlichen SC-Fans, die die Nordtribüne betraten, Nahaufnahmen gemacht wurden.

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Es gibt keinen Anlass, der es rechtfertigen würde, solche Maßnahmen gegenüber der Fanszene zu ergreifen, bei der offensichtlich die Gesichter hunderter Fans abfotografiert und festgehalten werden. Wir fühlen uns in unserer Freiheit massiv eingeschränkt und unter Generalverdacht gestellt.

Gerade die letzten Monate haben uns gezeigt, dass die Freiburger Polizei die Fanszene kriminalisiert und gegen diese immer wieder unverhältnismäßig vorgeht.

Aber auch für einige Gäste aus Köln wurde die Reise nach Freiburg zu einem Erlebnis, das für sie in keiner guten Erinnerung bleibt. Nach dem Spiel soll ein Fan aus einem Busfenster einen Teil seines Hinterteils gestreckt haben. Dies war für die Polizei Grund genug, den kompletten Bus etwa 1,5 Stunden lang festzuhalten, alle Personalien der männlichen Insassen festzustellen und den Bus zu durchsuchen. Zudem mussten sich sämtliche Businsassen teilweise entkleiden. Der Bösewicht sollte anhand einer Tätowierung auf dem Rücken identifiziert werden.

 

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Die Freiburger Polizei zeigte mit diesen verhältnislosen Maßnahmen einmal mehr, dass sie eine eskalierende Strategie verfolgt.

Die öffentliche Debatte zur Freiburger Polizei, welche seit Dezember des letzten Jahres geführt wird, hat offensichtlich noch nicht zu einem Umdenken bei der Polizeiführung geführt. Weiterhin wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

 

Natural Born Ultras

Corrillo Ultras

Anmerkung zum Verhalten einiger Fans

22. Februar 2015

Gestern zeigten sich einige Fans, darunter auch offizielle Fanclubs, von einer ganz üblen Seite. Beim Aufwärmen der Spieler vor der Nordtribüne verhöhnten dutzende Fans Karim Guédé mit lautem Lachen bei jedem Torschuss. Leider waren es so viele Fans, dass dies auf dem Platz gut zu hören war und die ganze Mannschaft sehr beeinflusst hat. Julian Schuster kam zum Zaun und bat uns, an einem Strang zu ziehen und das Verhöhnen von Guédé sofort zu unterbinden.

Ein solches Verhalten von Fans auf der Nordtribüne ist untragbar. Von den aktiven Fangruppen wurde direkt im Anschluss versucht in mehreren Gesprächen mit Fans und Fanclubs klarzustellen, dass dies ein Unding ist und nicht weiter geduldet wird.

Jeder Spieler hat unseren Rückhalt und unsere Unterstützung verdient.

Wir stehen hinter Guédé und danken ihm für jedes seiner 61 bisherigen Spiele für den Sport-Club Freiburg e.V.!

Corrillo Ultras
Gruppo Rhein-Main
Immmer wieder Freiburg
Natural Born Ultras
Supporters Crew Freiburg e.V.

Best of Hinrunde 2014/2015

29. Januar 2015

Gemeinsame Erklärung zu Meldeauflagen und Betretungsverboten von SC Freiburg Fans

11. Dezember 2014

Im Sommer 2014 hat die Polizeibehörde des Amtes für öffentliche Ordnung Betretungsverbote und Meldeauflagen gegenüber einigen Fußballfans des SC Freiburg für die Dauer von drei Monaten ausgesprochen. Nach Ablauf dieser Frist wurde diese Maßnahme erneut ergriffen, somit haben diese Auflagen bis Dezember 2014 Gültigkeit.

Die Betretungsverbote gelten an jedem Heimspieltag der Profis des SC Freiburg und des SC
Freiburg II von 10 Uhr – 22 Uhr und betreffen nahezu den kompletten Freiburger Osten, die
Innenstadt und den Stühlinger. Die Meldeauflagen beziehen sich auf alle Auswärtsspiele beider Mannschaften.

Begründet werden die Maßnahmen damit, dass die betroffenen Fans in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Fußballspielen des SC Freiburg negativ aufgefallen seien und eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellen würden. Die Betretungsverbote sollen die Personen bei Heimspielen von allen möglichen Bereichen in Freiburg fernhalten, die Meldeauflagen verhindern, dass die betroffenen Freiburger Fans auswärts fahren können. Da die Auflagen für die Profis und die zweite Mannschaft gelten, greifen sie stark in den (Arbeits-)Alltag der Betroffenen ein.

Es ist bekannt, dass die Freiburger Fans eine positive Fankultur prägen, weder regelmäßig über die Stränge schlagen, noch eine Gefährdung für die Menschen in Freiburg darstellen. Dennoch argumentiert das Amt für öffentliche Ordnung genau damit. Es werden Vorfälle herangezogen, die zum Teil weit hergeholt sind oder in einem falschen Kontext gestellt werden: Gegen die acht Personen, die uns bekannt sind, werden 39 Vorfälle angeführt, wobei nur vier Vorfälle zu einer Verurteilung geführt haben (unter anderem wegen Beleidigung und Widerstandshandlungen). Das sind insgesamt gerade einmal 10% der genannten Vorfälle. Andere Anführungen beziehen sich auf Einstellungen oder teilweise sogar Vorfälle ohne Aktenzeichen.

Die Betroffenen haben sofort Widersprüche gegen die Maßnahmen eingelegt, bis jetzt wurden alle Widersprüche von der Verwaltung abgelehnt. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus.

Maßnahmen in dieser Größenordnung sind bundesweit einmalig. Hier wird eindeutig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wir freuen uns alle darüber, dass es rund um die Spiele des SC Freiburg so wenig Probleme mit Gewalt, Rassismus und Diskriminierung gibt. Dass dies so ist, liegt aber gerade an den Fans des SC Freiburg selbst und deren verantwortungsvollem Handeln. Die getroffenen Maßnahmen bewerten wir als unverhältnismäßig. Die Frage der Willkür stellt sich in Einzelfällen. Ebenso drängt sich der Eindruck auf, dass ein Mittel der Gefahrenabwehr als Sanktion genutzt wird.

Wir fordern das Amt für öffentliche Ordnung auf, solche Maßnahmen und deren Ziele genauer zu überprüfen. Anstatt diese Maßnahmen für Fußballfans zu missbrauchen, muss im Einzelfall entschieden werden, ohne dabei die Verhältnismäßigkeit und den Zweck aus den Augen zu verlieren. Die Situation ist unabhängig von der anregenden Polizei zu bewerten.

 

Natural Born Ultras, Fanszene Freiburg
Corrillo, Fanszene Freiburg
David Vaulont, Stadtrat, Bündnis 90/Die Grünen
Irene Vogel, Stadträtin, Unabhängige Frauen
Julia Söhne, Stadträtin, stellv. Fraktionsvorsitzende SPD
Michael Moos, Stadtrat, Fraktionsvorsitzender Unabhängige Listen
Sergio Schmidt, Stadtrat, JPG-Fraktion
Simon Waldenspuhl, Stadtrat, JPG-Fraktion
Supporters Crew Freiburg e.V., Fanszene Freiburg
Timothy Simms, Stadtrat, stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

 

DREISAMSTADION – EIN NAME DER NIE VERGEHT

29. Juli 2014

 

Hannover – SCF

13. Mai 2014

Bundesliga /  Niedersachsenstadion / 3:2

Unter dem Motto „Alle im Trikot nach Hannover“ ging es ein aller letztes Mal in dieser Spielzeit, per Bus, mit Vollgas Richtung Norden. Dank dem vom Verein stark subventionierten Sonderzug, welcher für uns selbstverständlich keine Option war, war der Gästeblock in Hannover erstmals ausverkauft, während in den letzten Jahren allerhöchstens 500-1000 Freiburger den Weg nach Niedersachsen fanden. In der Woche vor dem Spiel organisierten wir kurzfristig eine kleine Choreo, um den hart erkämpften Klassenerhalt noch einmal zu würdigen und gebührend zu feiern. Diese Bestand aus einer Blockfahne, roten Folienschals und einem Spruchband mit der treffenden Aussage „Erschtklassig“, welches bewusst im Alemannischen Dialekt gehalten wurde, um die Verbundenheit zu Freiburg und der ganzen Region Südbaden deutlich zu machen. Sportlich ging es heute um nicht mehr viel. So war bei der Mannschaft offensichtlich die Luft raus und auch bei uns im Block ging nach hoffnungsvollem Beginn gegen Ende nichts mehr, was jedoch angesichts einer Rekordsaison mit insgesamt 43 Pflichtspielen auch kein Wunder ist.

Schöne Sommerpause, man sieht sich im August!

ALLE IM TRIKOT

9. Mai 2014

SCF – Schalke

4. Mai 2014

Bundesliga /  Dreisamstadion / 0:2

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